Die Idee zur Serie „Waldflüstern“ entstand, als ich alte Skizzen durchgesehen habe, die ich in den Wäldern La Palmas angefertigt habe. Ich möchte der besonderen Stimmung nachspüren, die in diesen Waldgebieten herrscht, und den Gedanken, die mir dabei in den Sinn kommen.

Schau und lausche
Schau und lausche
Ein kleiner Mensch in großer Natur.
Auf La Palma bin ich viel in den Wäldern unterwegs. Besonders in den Lorbeerwäldern des Ostens herrscht oft eine eigentümliche, zuweilen märchenhafte Stimmung. Manchmal ist es neblig, ich laufe auf herabgefallenen Blättern. Moos wächst zwischen den Felsen. Immer wieder bleibe ich stehen und lausche den Stimmen der Vögel, dem Rauschen oder Tröpfeln des Wassers.
Diese Stimmung habe ich in „Schau und lausche“ eingefangen.
Blau- und Grüntöne dominieren. Sie erzeugen eine ruhige, fast träumerische Grundstimmung. Organische, fließende und emotionale Pinselstriche tragen ebenfalls dazu bei.
Die Frau wendet den Betrachtenden den Rücken zu. Dieses kompositorische Gestaltungsmittel, das zum Beispiel Caspar David Friedrich angewandt hat, schafft eine persönliche Verbindung zwischen Betrachter und Szene. Du bist sozusagen selbst im Bild.
Das Bild ist eine Einladung, in die Waldwelt einzutauchen. Vielleicht gibt es dir das Gefühl, mit der Natur in Kontakt zu kommen oder Teil des lebendigen Ökosystems zu sein.
Kleinunternehmerin gemäß § 19 UStG, keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Preis zzgl. Versand.
Anfrage zu: Schau und lausche

Claras Tagtraum
Claras Tagtraum
Versetze dich in diesen herbstlichen Wald mit seinen knorrigen Bäumen. Hörst du das leise Plätschern des Wassers? Die Vogelstimmen? Die Luft ist feucht und kühl, wie wir es im Norden von La Palma oft erleben. Dann ziehen Wolken wie Nebelschwaden an den Berghängen entlang und legen einen leichten Hauch von Geheimnis über den Wald.
Beim Entwurf dieses Bildes kam mir Rainer Maria Rilke in den Sinn, der mehrere Herbstgedichte geschrieben hat. Während eines Aufenthalts in Paris tauschte er sich in Briefen mit seiner Frau Clara unter anderem über die Farben des Herbstes aus.
Im Herbst erleben wir den letzten leuchtenden Glanz der Natur, bevor die lange Winterruhe eintritt und alles in Erstarrung ruht. Doch in den flammenden Farben dieser Jahreszeit liegt bereits das Wissen um einen Neubeginn: das Wiedererwachen der Natur im Frühling mit zartem Grün und frischen Farben.
Es ist das ewige Thema von Werden, Vergehen und Wiederwerden.
So kann dieses Bild dir ein Versprechen geben: Etwas kann zu Ende gehen, aber immer wieder beginnt etwas Neues – auch wenn vielleicht eine endlos scheinende Zeit dazwischenliegt, die dir wie völliger Stillstand vorkommt.
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