Eine mutualistische Symbiose?

Eine mutualistische Symbiose nennt man eine Beziehung, von der beide Parteien profitieren. In der Natur kennt man dies beispielsweise von Bäumen und Pilzen. Die Pilze liefern den Bäumen als ihren Wirtspflanzen Nährstoffe (Phosphat) und bekommen im Gegenzug von den Bäumen Kohlenhydrate, die diese durch Photosynthese erzeugen.

Als ich über diesen Begriff stolperte, hatte ich angefangen, dieses Bild zu entwerfen, das die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur zum Inhalt haben sollte. Während des Malens entwickelte das Bild ein spezifisches Eigenleben.

In meiner dystopischen Szenerie erscheint der Mensch als Zerstörer, ratlos, hilflos. Für das bisschen Leben, das die Bäume noch in sich tragen, holen sie sich die Nährstoffe von wo auch immer – und es gibt einen Hoffnungsschimmer: Frisches Grün sprießt bereits an einigen Stellen.

Dass alles mit allem verbunden ist, können wir auf den zweiten Blick erkennen, wenn wir wissen, dass die Personen auf dem Bild in der wirklichen Welt schon seit langer Zeit nicht mehr leben. Ihre Körper sind zerfallen und haben der Erde Nährstoffe zurückgegeben, die den Pflanzen wieder zugute gekommen sind.

Das Bild kann dich daran erinnern, sorgsam mit den natürlichen Ressourcen umzugehen und niemals zu vergessen, dass wir von der Natur abhängig sind.

Was geben WIR der Natur zurück?