Spiel der Elemente

Wenn wir mit offenen Augen reisen, nehmen wir Landschaftseindrücke tief in uns auf. Wir verbinden die erinnerten Landschaften mit vielfältigen Sinneseindrücken: Gerüche, Geräusche, Geschmackserlebnisse und Gefühle verweben sich mit dem äußeren Bild eines Landstrichs, einer Horizontlinie hinter dem Meer oder wandernden Wolkenschatten über einem Strand.

So entstehen Bildwelten, die wir – losgelöst von ihrem realen Ursprung – in unserem Inneren bewahren.

Beim Malen spüre ich solchen inneren Bildwelten nach und setze sie in einem Prozess des „Herausmalens“ in Öl oder Acryl um.

Das „Spiel der Elemente“ ist so ein Bild, gemalt im Herbst 2025. Ich bin leidenschaftlich gern mit dem Schiff unterwegs, und die Ankunft an einer fremden Küste ist für mich jedes Mal ein Erlebnis.

Als besonderes kompositorisches Element malte ich hier einen Wasserfall, der von der Steilküste ins Meer herabstürzt. Er ordnet das Bild und führt zusammen mit den Wellenkämmen im Vordergrund den Blick über die Küste und das Hochplateau bis hinauf in die Berge und zu den Wolken.

Eine kleine Randbemerkung: Im darauffolgenden Frühjahr fiel auf La Palma so viel Regen, dass sich vielerorts ausgetrocknete Flussbetten in reißende Ströme verwandelten. An der Westküste stürzte sogar ein Wasserfall ins Meer.

Fährst du auch gerne mit dem Schiff? Dann könnte dieses Bild deine Erinnerungen beflügeln.