Unterwegs in die Zukunft

In dieser Serie platziere ich Personen von Fotos aus Familienfotoalben in meine erfundenen Bildwelten. Auf dem Originalfoto von 1949 befinden sie sich auf einem Feldweg am Wiesenrand bei einem Spaziergang. Ich löse sie also aus dem ursprünglichen Zusammenhang. So neutralisiere ich den persönlichen Bezug, den ich zu ihnen habe, und kann spielerisch mit ihnen umgehen.

Aber warum habe ich sie in eine solch dystopisch wirkende Landschaft gestellt? Hier findet sich keines meiner üblichen Naturzitate, kein Baum, keine Blume, keine Gräser.

Ich wollte hier eine überzeitliche Bildwelt erschaffen. Die Menschen, die den 2. Weltkrieg überstanden hatten, machten sich auf in eine Zukunft, voller Pläne und Träume. So ist der Mensch immer wieder der Zukunft zugewandt, ohne zu wissen, was sie für ihn bereit hält.

Die Erzählung des Klimawandels berichtet von einer deutlichen Erderwärmung. Inzwischen machen sich Menschen auf den Weg, damit umzugehen, Lösungen zu finden, um eine Zukunft zu ermöglichen, die noch lebenswert ist.

An diese Hoffnung kann das Bild erinnern. Jedesmal, wenn du es betrachtest.